Sicher fahren im Herbst

Runter vom Gas und Abstand halten

Im Herbst ist im Straßenverkehr wieder besondere Vorsicht gefragt. In den kommenden Monaten müssen sich Autofahrerinnen und Autofahrer vermehrt auf Regenwetter Nebel, Glätte, Wind und schlechte Sicht einstellen.

Die Unfallexperten von DEKRA geben Hinweise, wie man auch in den Herbstmonaten sicher ans Ziel gelangt. 

Schon ein heftiger Regenguss verringert den Grip der Reifen auf der Straße und führt zu längeren Bremswegen. „Bei Tempo 80 kommt ein Pkw auf trockener Fahrbahn bei einer Notbremsung nach etwa 53 Metern zum Stand. Bei Nässe sind es circa 72 Meter, etwa ein Drittel mehr. Kommt noch feuchtes Laub oder Schmutz vom nahegelegenen Acker hinzu, kann sich die Straße in eine gefährliche Rutschbahn verwandeln“, sagt Jessica Künzler, Unfallsachverständige bei DEKRA. Sie empfiehlt: Augen offenhalten, Tempo herabsetzen und vorsichtiges Bremsen. 



Dies ist auch wichtig, wenn sich Aquaplaning anbahnt. Sammelt sich Regenwasser in Spurrillen, können die Reifen auf einem Wasserfilm aufschwimmen und den Kontakt zur Fahrbahn verlieren. Das Fahrzeug ist dann nicht mehr lenkbar. In solchen Fällen gilt: auf Lenkbewegungen verzichten, Gas wegnehmen und erst dann lenken, wenn die Reifen wieder greifen. 

Eine vorsichtige Fahrweise ist auch angesagt, wenn Regen, Nebel oder Schneefall die Sicht stark behindern. Jetzt braucht es auch das Abblendlicht und mehr Abstand. Wichtig ist, auf Sicht zu fahren, damit man innerhalb der überschaubaren Strecke anhalten kann. Als Faustformel gilt: Sichtweite in Metern ergibt die Geschwindigkeit in km/h. Bei 60 Meter Sichtweite wären es somit 60 km/h. Auf Überholmanöver sollte man bei schlechter Sicht unbedingt verzichten. Für sichere Fahrt unerlässlich sind auch saubere Scheiben innen wie außen, intakte Scheibenwischer, Wischwasser mit Frostschutz und richtig eingestellte Scheinwerfer. 

Im Herbst häufen sich auch Wetterlagen mit Seitenwind und Sturmböen, die Fahrzeuge leicht aus der Spur drängen oder gar versetzen können. Erhöhte Gefahr besteht auf Brücken oder Hochebenen. Wird das Fahrzeug von starken Windstößen erfasst, heißt es, das Lenkrad mit beiden Händen gut festhalten sowie vorsichtig und langsamer fahren. Zieht ein Sturm auf, ist es oft besser, die Fahrt zu unterbrechen. Unter Bäumen sollte man dabei nicht Schutz suchen. Es besteht Astbruchgefahr, im schlimmsten Fall können Bäume sogar ausgerissen werden und umstürzen. (DEKRA Info)

 

Autor: AUTO.net GLASinnovation
Quelle: DEKRA e.V.

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